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2020

Ein bisschen Historie

In 884 Jahren hat sich im Kloster Eberbach in der Nähe von Eltville im Rheingau viel bewegt. Im Jahr 1136 wurde die Zisterzienserabtei von Bernhard von Clairvaux mit Abt Ruthard sowie zwölf Mönchen aus Clairvaux aus dem französischen Burgund gegründet. Bereits 1134 hatten sich dort Benediktiner und zuvor Augustiner-Chorherren in der seit zirka 20 Jahren bestehenden Ansiedlung niedergelassen. 1803 kam es zu einer Säkularisierung, worauf die Zisterzienser das Kloster verlassen mussten.

Entgegen der üblichen adeligen Besetzung, kamen im 12. und 13. Jahrhundert die Mönche aus einer nichtadeligen Schicht. Der Grund: Eberbach war ein Zisterzienserkloster und folgte den Regeln der zisterziensischen Reformation bzw. den Benedikt-Regeln. Da die Mönche sich mit ihren eigenen Händen ihr tägliches Brot verdienen mussten, war das für Adelige unattraktiv und somit wenig beliebt.  Trotzdem gab es unterschiedliche Stände. Die Mönche/ Priester waren studierte Theologen, während es sich bei den Konversen/ Laienbrüdern um Mitglieder aus bäuerlichen Familien handelte und nur eingeschränkt am spirituellen Leben teilnehmen und auch keine Bücher lesen durften. Es gab auch Lohnarbeiter, die als Erntehelfer eingesetzt wurden und zum untersten Stand gehörten. Es dauert jedoch nicht lange und es kam aus unterschiedlichen Gründen zu Spannungen in der Klostergemeinschaft.

Mehr Infos hierzu, zum Kloster und dem Kosterleben gibt es unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Eberbach oder unter https://kloster-eberbach.de/

Das Kloster, das zu den ältesten und bedeutendsten Zisterzen in Deutschland zählt, kam weltweit in aller Munde, als der Films „Der Name der Rose“ mit dem Hauptdarsteller Sean Connery in vielen Sprachen ausgestrahlt wurde. Viele Szenen waren dort gedreht im Winter 1985/1986 gedreht worden.

Auch durch seinen Weinanbau machte sich das Kloster einen Namen. Die Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach sind das größte deutsche Weingut. Deren Erzeugnisse finden großen Zuspruch und können in einer Vinothek des Gebäudes getestet werden.

Die schlichte Zisterzienserkirche wird nur noch selten für Gottesdienste genutzt. Allerdings hat sie sich als beliebter Austragungsort für Konzerte unter anderem für das Rheingau Musik Festival bewährt. Für Tagungen wie für Märkte wie den Kunstmarkt „FineArts“ oder die Schmuckmesse „SchmuckWerk“ bietet das ehemalige Kloster ein schönes Ambiente. (dp)